Die drei Präsidenten der steirischen Dachverbände:

ASKÖ      –      Sportunion      –      ASVÖ

Dir. Mag. Gerhard Widmann

Präsident der ASKÖ Steiermark

„Nahezu wöchentlich wird in den Medien über die Inaktivität der Österreichischen Bevölkerung und den daraus resultierenden, sowohl persönlichen als auch volkswirtschaftlichen, Folgen berichtet. Bewegung scheint nicht zu den bevorzugten Freizeitaktivitäten von Herrn und Frau Österreicher zu gehören.
So ist es nicht verwunderlich, dass die Folgen des „Nicht bewegens“ bereits im Kindes- und Jugendalter erkennbar sind: Fehlhaltung, Übergewicht, Konzentrationsschwächen und geringe Stressresistenz sind nur ein paar wenige Symptome der Bewegungsarmut.

Diese unübersehbaren Anzeichen sowie die negativen volkswirtschaftlichen Auswirkungen waren Anlass für den damaligen steirischen Landeshauptmann Mag. Franz Voves einen Auftrag an die drei Sportdachverbände und den Landesschulrat für die Steiermark zu erteilen, gemeinsam mit den Sportvereinen und den Gemeinden ein flächendeckendes Netzwerk für Gesundheitsförderung durch Bewegung zu installieren und intergenerative, polysportive Bewegungsprogramme zu installieren.

Es gilt, die steirischen Sportvereine und ihre wertvollen Ressourcen über den Leistungssport hinaus auch für den Bereich der Gesundheitsförderung zu nutzen. Weiters hat sich dieses Programm zum Ziel gesetzt mehr Menschen für Bewegung und Sport zu motivieren und damit aktiv etwas für die Steigerung des Wohlbefinden zu tun.“

DI Christian Purrer

Präsident des ASVÖ Steiermark

„Es ist eine Tatsache, dass in unserer Gesellschaft die Bedeutung einer breiten Förderung von Bewegung und Sport immer wichtiger wird, da Bewegung von Kindheit an bis ins hohe Alter die Kosten unseres Gesundheitssystems wesentlich verringert.

Im Rahmen des Projektes Bewegungsland Steiermark unterstützen daher die drei Dachverbände ihre steirischen Sportvereine, um zusätzliche Bewegungs- und Sportangebote für eine breite Bevölkerungsschicht anzubieten.

Einen wesentlichen Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Bewegungsförderung stellen funktionierende Netzwerke in den Gemeinden dar, wobei ich Kooperationen mit Kindergärten und Schulen besonders hervorheben möchte. Da die Lebens- und somit auch Bewegungsgewohnheiten in diesem Alter am stärksten geprägt werden, bedarf es qualifizierter Personen aus den steirischen Sportvereinen, die den Kindern auf polysportiver Ebene den Spaß an der Bewegung vermitteln können, der oft im Rahmen des Elternhauses zu wenig gefördert wird.“

Stefan Herker

Präsident der SPORTUNION Steiermark

„Der Sport und Bewegungsbereich und dessen Strukturen stehen vor neuen  großen Herausforderungen:  Einerseits nimmt die Bewegungsarmut durch den sitzenden Lebensstil und andere Verlockungen immer mehr zu, andererseits werden die Folgewirkungen auf Grund der fehlenden täglichen Bewegungsreize immer größer und belastender für die Gesellschaft.
Die überzeugende Evidenz für den gesundheitlichen Nutzen von Bewegung und Sport verlangt förmlich von den Dachverbänden neue Wege und eine stärkere Hinwendung der Vereine zum Gesundheitssport, um das Bewegungsverhalten der Bevölkerung nachhaltig verändern zu können.
Bewegungsland Steiermark ist unsere Antwort auf diese Herausforderungen der Gegenwart und gleichzeitig ein Modell für die Zukunft, das die Vereine als Dienstleister im Bewegungs- und Gesundheitsbereich positioniert und Lust auf Bewegung macht.
Es gilt, ein starkes Netzwerk zwischen Gemeinden, Vereinen, Bildungseinrichtungen und den Dachverbänden aufzubauen, als Grundlage und optimierte Basis für ein lebenslanges Bewegen der SteirerInnen – auf geht’s!“

Mag. Christopher Drexler

Steirischer Sportlandesrat
Foto: © Land Steiermark

Wie wichtig Sport und regelmäßige Bewegung für ein Leben in guter Gesundheit sind, ist seit vielen Jahren hinlänglich bekannt. Ebenso wissen wir, dass sich alleine die Integration von ein bisschen mehr Bewegung in unseren Alltag positiv auf die körperliche und die psychische Gesundheit auswirkt und dabei hilft, den weiter zunehmenden Zivilisationskrankheiten den Kampf anzusagen. Das führt langfristig dazu, dass unser Gesundheitssystem entlastet wird. Trotzdem nimmt der Bewegungsmangel weiter zu und wurde durch die Pandemie noch zusätzlich befeuert. Gemeinsam mit den Dachverbänden, ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION hat es sich das Land Steiermark mit dem Projekt „Bewegungsland Steiermark“ vor mittlerweile mehr als 10 Jahren zum Ziel gesetzt, möglichst viele Steirerinnen und Steirer zu mehr Bewegung zu motivieren. Das ist bisher schon sehr gut gelungen. Wir müssen aber auch zukünftig am sprichwörtlichen Ball bleiben und die einzelnen Maßnahmen und Aktivitäten des „Bewegungsland Steiermark“ von Jung bis Alt weiter vorantreiben. Der Bewegungsmangel darf keinesfalls weiter platzgreifen! Vielmehr muss es uns gelingen, dass möglichst viele Steirerinnen und Steirer Sport treiben und eine ausreichende Portion an Bewegung in ihr Leben integrieren. Denn eines ist gewiss: Wir bleiben damit länger gesund und haben noch mehr Freude am Leben.

Dipl.-Päd. HOL Elisabeth Meixner

Amtsführende Präsidentin, Bildungsdirektion Steiermark

Foto: © raggam photography

„Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Menschen unter den heutigen Lebensbedingungen ausreichend bewegen. Den Boden für Bewegung und Sport aufzubereiten, ist daher wichtiger denn je. Mehr Bewegung bedeutet mehr Gesundheit, mehr Leistungsfähigkeit, mehr Freude am Leben. Bereits den Schülerinnen und Schülern neben fachlichen Grundkompetenzen ein im besten Sinne bewegtes Lebensgefühl zu vermitteln, betrachten die steirischen Schulen als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Mit der Initiative „Bewegungsland Steiermark“ steht den Pädagoginnen und Pädagogen sowie den Verantwortlichen in der Bildungsdirektion dabei ein engagierter und verlässlicher Partner zur Seite.“